Basel und San Pedro Ayampuc, Juni 2025


Liebe Gönnerinnen und Gönner,

Einige von Ihnen kennen das Centro Educativo Comunitario Yampú bereits seit vielen Jahren und erfahren regelmässig über unsere Rundbriefe von den Aktivitäten und Entwicklungen in San Pedro. Was vor 35 Jahren als kleines Projekt mit weniger als 50 Schülerinnen und Schülern gestartet ist, durfte dank viel Engagement und nicht zuletzt dank Ihrer treuen Unterstützung zu einem Centro Educativo mit allen Schulstufen für mehr als 500 Schülerinnen und Schüler gedeihen!

Gerne möchten wir Ihnen in diesem und den folgenden Informes ein paar Personen vorstellen, die hinter dieser Geschichte stehen. Einige von uns sind schon seit den Anfängen der Einrichtung dabei, andere sind erst kürzlich dazugekommen. Heute stellen wir Ihnen Alejandro, Dania und Rosa vor.

Ich sende euch liebe Grüsse an das ganze ProCEY! Mein Name ist Alejandro Grande. Ich bin 38 Jahre alt und habe als 19-Jähriger im Yampú (CEY) angefangen zu arbeiten. Ich bin also dieses Jahr bereits 20 Jahre dabei! Im Moment unterrichte ich an der Sekundarschule Mathematik und Grundlagen der Physik.

Dieses Jahr haben die Schülerinnen und Schüler dort ein paar tra-ditionelle Spiele wiederentdeckt. Sie selbst haben sie gespielt und dann den kleineren Kindern gezeigt Heute lebe ich allein in meinem Hause, zusammen mit meiner Mutter, die ich gemeinsam mit einen Nichten pflege. Es geht mir sehr gut, ich bin glücklich undehr dankbar für die Unterstützung von euch allen. Durch sie war es für mich möglich im CEY mitzuarbeiten!


¡BUENAS TARDES! Guten Tag, wie geht es Ihnen? Mein Name ist Dania Roldan. Ich unterrichte die vierte Primarklasse Sección A. Meine Erfahrungen hier am CEY sind sehr erfüllend und schön. Ich bin sehr dankbar für diese Gelegenheit! Es ist mein erstes Jahr hier am CEY. Ich bin dankbar dafür, dass man mir hier diese Türen geöffnet hat.

Ich habe viel lernen können hier, auch von den Kindern. Auch sie sind sehr dankbar für Ihre Unterstützung! Wir alle schicken Ihnen eine Umarmung aus der Ferne!
¡Chau!


Mein Name ist Rosa Angélica Oscal. Ich bin 30 Jahre alt und bin Mittelschullehrerin für Sprache und Literatur. Ich bin auch Familienfrau und Mutter eines einjährigen kleinen Mädchens namens Ilen. Ich arbeite seit 11 Jahren hier am Centro Educativo Comunitario Yampú. Ich kann sagen, dass ich mich in allen Belangen als Frau verwirklicht fühle.

Dank der Arbeit am CEY war es mir möglich, meine universitären Studien zu bezahlen und ich bekam zudem die Chance, mich als Frau, als Person, als Lehrerin weiterzuentwickeln. Ich geniesse jeden Tag und bin dem Herrn und Schöpfer dankbar für das Leben, das ich führen darf. Ich kann sagen, dass ich hier den Wert meiner Identität, meiner Kultur wiederentdeckt habe. Ich pflege und unterrichte daher gern unsere Kultur, unsere Sprache. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen am CEY haben wir viele gemeinsame Geschichten und konnten zusammen miterleben, wie die Schule sich entwickelt hat. Einerseits natürlich hinsichtlich der Infrastruktur, der Anzahl Leute, die hier ein- und ausgehen, andererseits aber haben wir uns alle auch persönlich weiterentwickelt. Wir sind uns immer sehr bewusst, dass ihr von ProCEY Schweiz uns bei all diesen Entwicklungen immer treu unterstützt und begleitet habt. Meine grösste Motivation, in den Lehrberuf einzusteigen, war mein Wunsch mit Kindern zu arbeiten. Mein Engagement, wie auch dasjenige des CEYs hat das Ziel, die Kinder zu begleiten und zu verantwortungsvollen Erwachsenen und zukünftigen Berufsleuten auszubilden. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit hier zu sein. Was wir hier mit der Hilfe von Ihnen leisten,
ist aber nicht nur wertvoll für die Kinder und die Mitarbeitenden am CEY, sondern auch für die ganze Gemeinschaft hier in San Pedro: Die Schule setzt sich immer wieder wohltätig für die Bedürftigen ein und versucht, soweit es ihr möglich ist, sie solidarisch zu unterstützen.
Ich bin auch vernetzt mit der Interessengemeinschaft der Indigenen Guatemalas, wo ich mit der Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu zusammenarbeiten durfte! Ich wünsche mir, dass das CEY weiter so gut gedeiht und noch vielen Kindern und Jugendli
chen die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten und zu verwirklichen.

¡Gracias!


Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Stimmen und Bildern aus dem CEY einen Einblick in unsere Geschichte und in unser Leben geben konnten. Auch von unserer Seite möchten wir Ihnen Verbundenheit ausdrücken und unsere grosse Dankbarkeit für Ihre treue Unterstützung, die das alles ermöglicht!

Con cordiales saludos de Guatemala
Flory Ascuc und Fernando Alonzo

Voranzeige:
Am 23. August ist ProCEY mit einem Stand am Arlesheimer Flohmarkt
→ Für Mithilfe beim Flohmarkt und Artikel: bitte Mail an step21075@gmail.com
Am 8. September oder am 13. Oktober verkaufen wir am Aeschenplatz in Basel Kuchen und Karten. Das Datum steht noch nicht definitiv fest, wir kommunizieren es per Mail. Am 28. Oktober sind wir wieder mit einem Stand am Bottmiger Wuchemärt.